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Anke Schwarzenberg

Die niedersorbische Sprache ist ein Schatz, den es zu bewahren gilt

Der Landtag behandelt heute den Ersten Bericht der Landesregierung zur Lage des sorbischen/wendischen Volkes im Land Brandenburg (Drucksache 6/7705). Dazu erklärt die minderheitenpolitische Sprecherin der LINKEN im Landtag, Anke Schwarzenberg:

In den vergangenen acht Jahren hat Brandenburg in der Minderheitenpolitik einen gewaltigen Schritt nach vorn gemacht – hin zu einer den Anforderungen des 21. Jahrhunderts entsprechenden Minderheitenpolitik. Dies belegt der Bericht der Landesregierung faktenreich.

Zugleich stehen noch gewaltige Aufgaben vor der Landespolitik, aber auch vor den Sorben/Wenden. Zentral ist dabei der Erhalt der niedersorbischen Sprache, der Muttersprache der Sorben/Wenden in der Niederlausitz. Jener Sprache, die von der UNESCO als bedrohte Sprache eingeordnet wurde. Die Pflege, vor allem aber die Vermittlung der niedersorbischen Sprache in hoher Qualität, ist die zentrale Frage der Brandenburger Minderheitenpolitik, auf die die Kräfte konzentriert werden müssen. Im von unserer Fraktion initiierten und von vier Fraktionen getragenen Entschließungsantrag (Drucksache 6/8079) sind wichtige Punkte enthalten, die es umzusetzen gilt: Die Sicherung der Witaj-Kitas und die neue Wenden/Sorben-Schulverordnung gehören dazu.

Mit dem Antrag unterstützen die vier Fraktionen auch die „Minority Safepack-Initiative“, die sich für erweiterte Rechte für Minderheiten auf europäischer Ebene einsetzt. Die Mitglieder der Linksfraktion im Landtag haben ihre Unterschrift bereits unter diese Europäische Bürgerinitiative gesetzt.